Harzig trotz viel Elan
Nachdem ich mich bei den Shooting Masters im vergangenen Jahr tendenziell immer etwas steigern konnte, ging ich mit viel Elan an die ersten dieser Wettkämpfe der aktuellen Periode.
Leider blieben meine Resultate bisher unter meinen Erwartungen, ich konnte jedoch viel daraus mitnehmen und lernen.
Natürlich habe ich mir den Start bei den ersten beiden Shooting Master im November etwas anders vorgestellt. Erreichte ich doch im vergangenen Jahr durchschnittlich knapp 560 Punkte und in den Monaten Juli bis September erzielte ich fast nie weniger als 563 Punkte (von maximal 600).
Souverän konnte ich mich 2024 als erstplatzierte Frau für den Shooting Master Final Mitte Oktober qualifizieren. Am Final gibt es dann die Kategorie Elite open, in welcher Männer und Frauen zusammen starten (3 Frauen und 5 Männer). Ich belegte 2024 als beste Frau den 4. Rang.
Natürlich wollte ich mindestens meinen 560-Schnitt in der neuen Phase weiterziehen und mein Ziel war und ist klar in Richtung 570 Punkte zu kommen.
Als dann das erste Shooting Master Anfang November in Will SG auf dem Programm stand, freute ich mich sehr, dort antreten zu können.
Eine ziemliche Achterbahnfahrt
Mit 555 Punkten war ich nicht zufrieden, der ganze Wettkampf war eine ziemliche Achterbahnfahrt. Teilweise konnte ich einen richtigen Flow an den Tag legen, dabei schaute sogar eine 98-Passe (von 100 möglichen Punkten) raus, aber leider auch weniger gute Teile.
Oft sind solche Wettkämpfe mit Hochs und Tiefs jedoch eine sehr gute Gelegenheit, etwas zu lernen. Leider brauchte ich wohl mit den darauffolgenden Shooting Masters noch mehr dieser «Lehrblätze». Mir wurde aber nun klar, dass mein grösster Gegner ich selbst bin, und ich selbst auch die grössten Erwartungen an mich stelle. Auch wenn ich jetzt im RLZ trainieren kann, setze ich mich selbst mehr unter Druck als alle Trainer, die hinter mir stehen. Mein Ziel für mich in der kommenden Zeit ist ganz klar zu lernen, mit meinem eigenen Druck besser umgehen zu können, und ihn in positive Energie umzuwandeln, was mich, da bin ich mir sehr sicher, auch resultatmässig weiterbringen wird.
3x Rang 1, 1x Rang 2
Denn auch wenn ich mit den Resultaten nicht zufrieden bin, habe ich mir mit guten Phasen in den Wettkämpfen bewiesen, dass ich es eigentlich doch ganz gut kann, und eine positive Bilanz der ersten 4 Shooting Masters kann ich mit dreimal Rang 1 und einmal Rang 2 trotzdem ziehen.
Ich schaue nun positiv in die nächsten Wochen, Mitte Februar findet das nächste Shooting Master statt. Und ich bin gespannt, welche Herausforderungen ich mir selbst stelle und wie ich damit umgehen kann in Zukunft.
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