15. Juli 2026

Neuer Finalrekord

Shooting Masters, Erfolge, Resultate

Kreislaufprobleme und Finalrekord

Shooting Masters 25m Nr. 5&6

Am 11. und 12. Juli fanden bei über 30° die nächsten zwei 25m Shooting Masters in Pieterlen statt. Dabei gab es ein bisschen was von fast allem; von Kreislaufproblemen bis zu Bestleistungen war alles dabei.

Samstag

Der erste Wettkampf startete ganz solide mit 284p im Präzisionsteil. Leider hatte ich gegen Ende des Programmes Mühe, die Konzentration aufrecht zu erhalten, was sich auch etwas in der Leistung zeigte. Danach folgte eine längere Pause bis zum Schnellfeuerteil. In dieser Pause verpflegte ich mich, ging trotz Hitze eine Runde Spazieren und bereitete mich danach auf den kommenden Wettkampfteil vor.

Ich weiss nicht ganz genau, woran es wirklich lag – ob der Spaziergang in der Hitze währenddessen dass mein Körper am verdauen war zu viel war, oder was sonst los war –  aber bereits bei der zweiten Serie im Schnellfeuerteil hatte ich plötzlich starke Kreislaufprobleme.

Mir wurde schwindelig und die Energie verliess mich. Es wurde mir sehr übel und ich wusste nicht, ob ich den Wettkampf so noch beenden kann. Im Nachhinein sagte mein Trainer zu mir, dass man richtig gesehen hat, wie die Energie weg war und kaum mehr Stabilität vorhanden war. Ich versuchte dann, mit der Atmung das Ganze zu stabilisieren, was teilweise etwas funktionierte, aber teilweise auch nicht. Zum Schluss hatte ich dann auch noch eine over time, also ein Schuss, welchen ich nicht innerhalb der 3 sec abgegeben habe, dieser zählt dann als 0.

Somit schauten im Schnellfeuerteil lediglich 262p raus, bin aber trotzdem froh, dass ich es geschafft habe, bis zum Schluss dranzubleiben. Ich musste mich dann erst mal hinlegen, um meinen Kreislauf wieder zu stabilisieren.

Gesamtpunktzahl Qualifikation; 557p, Rang 2

Zum Glück schaffte ich es dann, meinen Kreislauf mit Ruhe, Zucker, Koffein und Salzigem wieder zu pushen, damit ich bereit war für das Finale.

Neue Bestleistung

 Während dem Finale funktionierte mein Körper einfach im „Überlebensmodus“. Meine Gedanken drehten sich nur noch um die Aufgabe, die ich zu tun hatte, ich hatte keine Kapazität, an andere Dinge zu denken. Genau das war wahrscheinlich etwas, was mir leistungstechnisch entgegenkam. Denn ich war in meinem ganz eigenen Film und konnte somit Treffer um Treffer landen wie noch nie zuvor.

Irgendwann realisierte ich zwar, dass ich konstant mindestens 3 von 5 Hits hatte, meistens sogar 4 oder auch mal 5. Aber ich war so sehr damit beschäftigt, dass ich die Aufgabe bewältige, womit ich nicht wirklich viel über das Resultat nachdachte.

Am Schluss erreichte ich 35 Hits. Bisher war mein persönlicher Rekord 29. Ich schaute die 35 Treffer an und dachte mir nur so; „Wie habe ich das jetzt gemacht?“

Die 35 Hits reichten zudem für den Sieg.

Sonntag

Am Tag danach kam bereits der nächste Wettkampf. Leider hatte ich starke Einschlafprobleme und daher eher wenig Schlafstunden, trotzdem fühlte ich mich energiegeladen und deutlich besser als am Tag zuvor. Ich war nun vorbereitet; ich packte die richtigen Snacks und Getränke ein und machte mich erneut auf den Weg nach Pieterlen.

Die Startphase des Präzisionsteil gelang mir nicht wie gewünscht aber ich konnte danach gut aufdrehen und den Teil noch mit einer 50er Serie (von 50 möglichen Punkten) beenden. Hierdurch resultierten 281p.

Die Pause war kürzer als am Tag zuvor und ich schaute gut auf meine Verpflegung und Aktivität, wodurch ich diesmal keine Kreislaufprobleme im Schnellfeuerteil hatte. Es half mir extrem, wenn ich sehr gut auf meine Atmung achtete.

Hier resultierten dann 288p womit ich zufrieden bin und somit ergab sich gesamthaft ein Quali Resultat von 569p und dem 1.Rang.

Ich freute mich dann auf das Finale und startete wieder souverän mit 3-4 Hits pro Serie, gegen Ende musste ich noch zweimal eine 1 Hit Serie akzeptieren, aber die 27 Hits am Schluss reichten für den Sieg und ich bin zufrieden damit, vor allem weil ich meinen Rhythmus gut aufrecht halten konnte.

Allgemein bin ich zufrieden mit dem Wochenende, ich habe einiges über mich und vor allem auch über meinen Körper gelernt und finde es interessant, mich in Zukunft noch etwas genauer mit Themen wie Blutzucker etc. auseinanderzusetzen. Ich habe da schon einige Ideen 😉

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